Großbritannien - The Independent
Johann Hari über die demokratische Idee des Internet
Die Zukunft des Internets sei bedroht, meint der britische Kolumnist Johann
Hari: "Die großen Unternehmen die Breitbandübertragung bereitstellen,
besitzen die Autobahnen des Internet: Drähte, Kabel und Weichen, über die
die Webseiten reisen, bevor sie auf unserem Bildschirm auftauchen. Diese
Firmen haben in den USA und in Europa Lobbyarbeit betrieben, um das
Internet in eine zweispurige Autobahn zu verwandeln, mit unterschiedlichen
Geschwindigkeiten, je nachdem, wieviel man zahlen kann. Nach ihrem
Vorschlag würde man als großes Unternehmen ... einen Vorzugspreis zahlen
und auf der schnellsten Datenbahn reisen, ihre Seite würde mit
Hochgeschwindigkeit beim Konsumenten eintreffen. Ist man aber ein
unbekannter Blogger, zahlt man den Standardpreis und steckt im überfüllten
Breitband-Verkehr fest. Das nennt sich dann 'abgestuftes' Internet und muss
um jeden Preis verhindert werden. Das Tollste am Internet ist doch, dass
die Zugangskosten so gering sind: Wir alle beteiligen uns auf gleicher
Basis. Bei dem neuen Modell würden wir nicht auf einem offenen Markt der
Ideen konkurrieren."
(28.01.2008)